Gemäß der Ayurveda-Lehre verfügt jeder Mensch über eine einzigartige Konstitution, die seinen körperlichen, geistigen und seelischen Zustand bestimmt.

Gleichgewicht der Doshas

Gesundheit entsteht aus dem Gleichgewicht der grob- und feinstofflichen Kräfte – den sogenannten Doshas – die unsere Konstitution prägen. In der ayurvedischen Gesundheits- und Ernährungslehre dreht sich alles um die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha.
Das grundlegende Prinzip der konstitutionsgerechten Ayurveda- Ernährung beruht auf dem Ausgleich der übermäßigen Eigenschaften: Jedes Dosha manifestiert sich im Organismus durch Eigenschaften wie leicht, schwer, kalt, warm, trocken oder feucht (= den Eigenschaften der Elemente). Ein Ungleichgewicht oder Störung entsteht immer durch übermäßige Ausprägung dieser Qualitäten, die mit der richtigen Ernährung auf einfache Weise ausgeglichen werden können.

Ungleichgewicht Vata

Ein Überschuss an Vata (Luft und Äther/Raum = trocken, kalt, leicht) führt beispielsweise zu viel Trockenheit und Kälte und kann symptomatischen Störungen wie Nervosität, Blähungen, Immunschwäche oder Beschwerden des Bewegungsapparats verursachen.
Warme gekochte und feuchte Nahrungsmittel – wie sämig gekochte Suppen, Reisgerichte oder süße Früchte – sollten zum Vata-Ausgleich bevorzugt werden.

Ungleichgewicht Pitta

Ist das Pitta (Element Feuer und kleiner Anteil Wasser = feucht, heiß, schwer) in Ungleichgewicht geraten, so sammeln sich Hitze und Säure im Körper an. Pitta steht im Ayurveda für Hitze und Schärfe; ein Überschuss zeigt sich nach dieser Lehre in Unruhe und Gereiztheit.
Süße und bittere Speisen wie Wurzelgemüse und Salat sowie Kurkuma, Kardamom und Koriander gelten im Ayurveda als Pitta-ausgleichend.

Ungleichgewicht Kapha

Eine Kapha-Störung (Element Erde und Wasser = feucht, kalt schwer) ist mit zu viel Schwere, Kälte und Verschleimung verbunden. Kapha steht im Ayurveda für Schwere, Ruhe und Beständigkeit.
Scharfe Gewürze wie Ingwer, Pfeffer, Chili oder Senfsamen gelten im Ayurveda als Kapha-ausgleichend. Ebenso der Genuss von leichten und bitteren Speisen wie Hülsenfrüchten und Blattgemüsen.

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