März 6, 2023 | Suchtprobleme und Iboga
Ist Zucker eine Droge? Ibogain könnte eine mögliche Behandlung gegen Zuckersucht sein
Wer kennt das nicht den Griff nach der heißgeliebten Schokolade, nur ein Stück dann sind es zwei und wenn man nicht aufpasst, gleich die ganze Tafel.
Jahrelang leugnete man den Zusammenhang, dass Zucker ein Suchtpotenzial hat. Mittlerweile ist anerkannt, dass bestimmte Lebensmittel wie Zucker, Fett, Milch- und Weizenprodukte im richtigen Mischungsverhältnis genauso abhängig machen können wie zum Beispiel Alkohol. Immer deutlicher zeigt sich der Zusammenhang zwischen Alkohol- und Zuckersucht. Ist beispielsweise eine Alkoholsucht auch gleichzeitig eine Zuckersucht? Vieles deutet darauf hin. Somit ist das Thema Ibogain und Zuckersucht zwar relativ neu aber aktueller denn je. Zucker gilt als Droge Nummer eins auf dem Weltmarkt. An zweiter Stelle kommen industriell hergestellte Fertigprodukte im Verhältnis zu 40:60 (Fett, Zucker). Dieses Mischungsverhältnis wird von der Nahrungsmittelindustrie für ihre Zwecke benutzt, um das Belohnungssystem optimal zu bedienen. Die Autorin Carol Hart schreibt über Behandlungen gegen Zuckersucht, dass es so praktisch keine Grenze mehr gibt, wie viel der Menschen isst.
Welche Aufgabe hat das Belohnungssystem?
Das Belohnungssystem hat genau die gegenteilige Aufgabe von dem Hunger- Sättigungssystem, das nur so viel isst, wie wir auch wirklich benötigen. Das Belohnungssystem kümmert sich nicht um Logik und Vernunft. Es kümmert sich um unsere Emotionen.
Erinnern wir uns an die Schokolade, die Königin der Esssüchte. Schokolade steht auch häufig für den Hunger nach Liebe und wird oft verzerrt, wenn man Trost braucht. Milch erinnert uns an unsere erste Nahrung an die innige Beziehung zu unserer Mutter.
So stellt sich auch die Frage: Wer sind wir als Essender? Welche Beziehung haben wir zum Essen? Welche Emotionen stehen dahinter?
Süchtig machende Lebensmittel stimulieren das Belohnungssystem und machen uns erst einmal glücklich. Sie wirken auf unseren Körper ebenso wie auf unsere Psyche. Langfristig gesehen machen sie abhängig und sind ebenso schädlich wie alle anderen Süchte. Hierbei hat sich die Wirkungsweise der Behandlung gegen Zuckersucht durch Ibogain bewährt.
Ibogain der Türöffner?
Die Kombination von Ibogain und Zuckersucht ist ein wertvoller Türöffner zu unserem Unterbewusstsein. Ibogain führt uns zu den emotionellen Motiven, die hinter jeder Sucht stehen. Gleichzeitig reduziert Ibogain die Entzugserscheinungen, indem es die entsprechenden Rezeptoren im Gehirn blockiert.
Für weitere Fragen zum Thema Behandlungen gegen Zuckersucht mit Hilfe von Iboga bin ich dir gerne für dich da.
Weitere Informationen zum Thema Zuckersucht findest du in dem Buch von Inke Jochims “Süchtig nach Süßem”.
Feb. 21, 2023 | Suchtprobleme und Iboga
Beispiel: Tobias und Kokain
Ein Beispiel wie Sucht entsteht. Tobias und Kokain oder wie alles begann…
Kindheit und Jugend
- In eine erfolgreiche Unternehmerfamilie wird ein Kind geboren, sagen wir es ist männlich und heißt Tobias
- In dieser Familie steht Leistung und Erfolg an erster Stelle
- Tobias lernt sehr schnell das die Liebe der Eltern, nach der es sich sehnt, an Leistung gekoppelt ist
- Angenommen das Kind ist ein Pitta Kind (nach dem Ayurveda, Dosha Bestimmung, Pitta = Feuer, Leistungsorientiert, Erfolgsmensch allerdings Tendenz zum Ausbrennen = Burn-out)
- Die Anforderungen der Eltern sind zunächst einmal nicht schwierig zu erfüllen da diesem Kind die Leistungsorientierung ja bereits in die Wiege gelegt wurde.
- Irgendwann kommt Tobias an die Grenze seiner Belastbarkeit und ist nicht mehr so leistungsfähig wie die Eltern dies erwarten und gewohnt sind
- Die Eltern reagieren mit Unverständnis
- Nach wie vor möchte Tobias aber geliebt werden denn wie jedes Kind ist er auf die Liebe seiner Eltern angewiesen, er tut alles, um ihnen zu gefallen, um dazu zu gehören. Er geht über die eigenen Grenzen und scheitert
- Zum ersten Mal in seinem Leben erfährt Tobias, dass er so wie er ist anscheinend nicht richtig ist
- Fortan strengt er sich immer mehr an was ihm ein Stück weit gelingt, aber jedes Mal endet es in einer depressiven Verstimmung (Vata Ungleichgewicht)
Junges Erwachsenenalter
- Tobias mittlerweile erwachsen, fühlt sich als Versager da er den Anforderungen der Familie nicht gerecht werden kann. Immer noch ist er auf der Suche nach Liebe und Anerkennung, von der er überzeugt ist, sie nur durch Leistung zu bekommen
- Jahre später, der junge Mann ist mittlerweile verheiratet, steht erfolgreich im Berufsleben und hat sein eigenes Unternehmen gegründet
- Nach wie vor ist er sehr leistungsorientiert unterwegs, mittlerweile hat er Wege gefunden mit dem angeblichen „Versagen“ zurechtzukommen.
- Kokain heißt das Zauberwort, dies gibt ihm die nötige Kraft, Ausdauer, um alle Probleme zu durchstehen. Er steht jetzt mitten im Leben ist anerkannt und wird geliebt!
- Ein schönes Gefühl! Tobias und Kokain
- Aber immer mal wieder, besonders wenn er niedergeschlagen ist oder zur Ruhe kommt, kommt das Gefühl nur zu funktionieren: „Irgendetwas stimmt nicht!“
- Diesen Gedanken kann er immer wieder geschickt wegdrücken.
- Mit Kokain hat Tobias das Leben im Griff, die Müdigkeit ist unterdrückt, das Selbstwertgefühl gestärkt, euphorisch geht er durchs Leben, anerkannt und geliebt. Seine Frau bezeichnet ihn zwar als Workaholic, aber dies ist gesellschaftsfähig und bringt ihm das Wohlwollen seiner Eltern
- Niemand merkt ihm seine Sucht an
- Die Firma läuft, er kann seine Mitarbeiter gut bezahlen, er geht beschwingt, kontaktfreudig durchs Leben
Absturz
- Dummerweise braucht er immer mehr von dem Zeug, um zu funktionieren. Dies äußert sich in einem zwanghaften Konsum (Craving). Und Kokain ist teuer!
- Irgendwann, er weiß nicht mehr genau wann, kippt das Ganze. Tobias wird unausgeglichen, zornig, feindselig oft ohne Grund.
- Das Gefühl von Erschöpfung, Müdigkeit, Depression verstärkt sich. Manchmal denkt er sogar über Suizid nach. Tobias und Kokain.
- Mittlerweile lebt er allein in einer ein Zimmer Wohnung, in der nur ein Bett steht, seine Frau, seine Familie und alle Freunde haben sich von ihm abgewandt, sein einziger Gedanke ist die Beschaffung des Geldes für Kokain.
- Ihm ist bewusst, dass es so nicht weitergehen kann aber einfach so aussteigen kann er eben auch nicht!
Suchtspirale Kokain
Als älteste und gefährlichste Droge der Welt hat Kokain schon zahlreiche Leben ruiniert. Durch die extreme Sucht wird alles andere vergessen, es geht nur noch darum, die Droge zu beschaffen und zu finanzieren. Durch diese Sucht nach Kokain besteht eine hohe Gefahr, auf die schiefe Bahn zu geraten, mit Kriminalität und Prostitution in Kontakt zu kommen und Job und Familie zu verlieren wie wir an der Abwärtsspirale von Tobias und Kokain deutlich erkennen können.
Feb. 14, 2023 | Iboga, Suchtprobleme und Iboga
Sucht und die Erkennung der zugrundeliegenden Ursachen
Ein Zusammenhang zwischen GDNF und Craving wird in der Forschung diskutiert; belegt ist er nicht.
Ibogain wird international im Suchtkontext erforscht.
Ibogain ist psychoaktiv und verändert das Erleben. Es schafft eine tiefgreifende lebensverändernde Erfahrung vergleichbar mit einem Lego Haus, das man Stück für Stück abbaut oder abreißt, um es dann wieder neu aufzubauen.
So wird Ibogain immer mehr auch für psychotherapeutische Zwecke genutzt. Denn wo beginnt Abhängigkeit und Sucht?
Was ist Sucht?
“Sucht ist das nicht mehr kontrollierbare Verlangen nach einem bestimmten Gefühls-, Erlebnis- und Bewusstseinszustandes“ so lautet die offizielle Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zur Sucht kann fast jede Form menschlichen Verhaltens werden. Sucht muss nicht unbedingt stofflicher Natur sein, Co-Abhängigkeit, Magersucht, Bulimie, Spielsucht, um nur einige zu nennen. Oft liegen Traumata dahinter. Jede Sucht entsteht über den Prozess: Erfahrung – Wiederholung – Gewöhnung – Missbrauch – Abhängigkeit. https://www.blaues-kreuz.de › sucht-und-abhaengigkeit
Ibogain ist kein Wundermittel
Eine Ibogain Therapie kann sehr herausfordernd sein da man mit seinen zugrundeliegenden Mustern konfrontiert wird. Die Auseinandersetzung mit sich selbst kann herausfordernd sein und zugleich Anstöße für Veränderungen geben. Wichtig ist zu erkennen, dass eine Ibogain Therapie zwar bei der Überwindung von Süchten helfen kann aber trotzdem kein Wundermittel ist! Ibogain wird Dir nicht alle Probleme abnehmen. Man kann diese Reise mit einem Türknauf vergleichen den du drehst, um durch diese Tür zu gehen. Dahinter liegt der Weg, der dich zu dir in die Freiheit führt, gehen wirst du diesen Weg allein.
Die Therapie mit Iboga ist nur so nachhaltig wie du bereit bist das Erfahrene anzunehmen, damit zu arbeiten und umzusetzen.
Jan. 1, 2023 | Iboga, Suchtprobleme und Iboga
Muss ich mit Rückfällen rechnen?
Ibogain wird im Kontext von Abhängigkeitserkrankungen erforscht und tatsächlich kann es zu Rückfälle kommen.
Du solltest die jahrelang praktizierten Lebensgewohnheiten nicht unterschätzen die oft stärker sind als das neu erfahrene Wissen. So ist es durchaus möglich, dass du tatsächlich wieder rückfällig wirst. Die häufigsten Auslöser für einen Rückfall sind negative Emotionen, allen voran Enttäuschungen. Unser Körper hat ein Suchtgedächtnis, auf das er gerne in schwierigen Situationen zurückgreift. Selbst Howard Lotsoft wurde aufgrund negativer Umstände wieder rückfällig und machte eine erneute Entgiftung.
Viele Menschen werden körperlich clean aus einer Suchtklinik entlassen und erleiden innerhalb weniger Tage einen Rückfall. Die Abhängigkeit im Kopf mit den gewohnten Lebensmustern ist meist das Problem. Manche Menschen berichten, dass sie eigene Muster nach der Erfahrung klarer sehen. Dieses Erkennen der Ursache ist ein weiterer Ausweg aus der Sucht.
Gewohnheitsänderungen brauchen Zeit, Geduld und Willenskraft. Beschäftige dich schon vor der eigentlichen Reise wie diese aussehen können. Jahrelange Gewohnheiten gehen nicht einfach so über Nacht.
Eine Ibogain Behandlung ist ein weiser Führer und Unterstützer auf diesem Weg, der übrigens kein Sonntagsspaziergang ist. Über den Behandlungsweg bei einer Abhängigkeit entscheiden Betroffene gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten. Wir vergleichen unser Angebot nicht mit medizinischen Entzugsbehandlungen. Zu Ibogain gibt es Forschung im Kontext von Abhängigkeitserkrankungen. Vergleiche mit anderen Verfahren nehmen wir nicht vor.
https://www.hanf-magazin.com/drogenkunde/abhaengigkeitsgefahren/…
Ausweg aus der Suchtspirale
Entscheidend für einen Erfolg ist deine innere Einstellung, der wirkliche Wunsch nach Veränderung und eine Umgebung mit Menschen, die dich darin unterstützen. Diese drei Säulen sind ein weiterer wichtiger Ausweg aus der Sucht.
Menschen mit einer schweren Suchterkrankung sollten mit mehreren Behandlungen rechnen.