Ibogain bei psychischen Erkrankungen: Neue Studien zu PTSD, Depression und Angst

Ibogain rückt zunehmend in den Fokus der internationalen Forschung – nicht mehr nur als Substanz im Kontext von Suchterkrankungen, sondern auch als möglicher Therapieansatz für psychische Erkrankungen wie Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD), Depression, Angststörungen und traumatische Hirnverletzungen (TBI).

Es gibt erste Studien zu Ibogain bei psychischen Erkrankungen. Sie sind klein, überwiegend unkontrolliert und erlauben keine Aussage über eine Wirksamkeit. Interessant dabei ist, dass diese Effekte auch unabhängig von Suchterkrankungen beobachtet wurden.

Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu Ibogain bei psychischen Erkrankungen, stellt zentrale Studien vor und ordnet ihre Bedeutung ein.

Was ist Ibogain?

Ibogain ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid aus der Wurzelrinde der afrikanischen Pflanze Tabernanthe iboga. In traditionellen Kontexten wird die Pflanze seit Jahrhunderten in spirituellen Zeremonien eingesetzt. In der modernen Forschung wird Ibogain aufgrund seiner einzigartigen neurobiologischen Wirkmechanismen untersucht.

Im Gegensatz zu vielen anderen psychoaktiven Substanzen wirkt Ibogain nicht selektiv, sondern beeinflusst mehrere Systeme gleichzeitig, darunter:

  • Serotonin- und Dopaminrezeptoren
  • NMDA-Rezeptoren
  • neuroplastische Prozesse
  • autobiografische Gedächtnisinhalte

Diese Kombination macht Ibogain besonders relevant für komplexe psychische Erkrankungen, bei denen Trauma, emotionale Dysregulation und Identitätsveränderungen eine Rolle spielen.

Warum Ibogain bei PTSD, Depression und Angst erforscht wird

Viele Menschen mit PTSD, Depression oder Angststörungen sprechen nur unzureichend auf bestehende Therapien an. Insbesondere bei:

  • therapieresistenter Depression
  • chronischer PTSD
  • kombinierten psychischen und neurologischen Belastungen (z. B. TBI)

besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieansätzen.

In der Forschung wird Ibogain als kurzzeitige Intervention diskutiert. Ob daraus nachhaltige Veränderungen folgen, ist offen.

Zentrale Studie: Magnesium-Ibogain bei Veteranen mit PTSD und TBI

Nature Medicine (2024)

Die bislang wichtigste Humanstudie zu Ibogain bei psychischen Erkrankungen wurde 2024 in Nature Medicine veröffentlicht.

Studiendesign

  • Prospektive, offene Beobachtungsstudie
  • 30 männliche Veteranen (US-Special-Forces)
  • Diagnosen: PTSD, häufig kombiniert mit mildem traumatischem Hirntrauma (TBI)
  • Intervention: Magnesium-Ibogain im Rahmen eines strukturierten Behandlungsprotokolls

Ergebnisse

Die psychischen Verbesserungen waren deutlich und klinisch hoch relevant:

  • PTSD (CAPS-5): Effektstärke d = 2,54
  • Depression (MADRS): d = 2,80
  • Angst (HAM-A): d = 2,13

Die Autorinnen und Autoren berichten deutliche Effekte; das Studiendesign lässt keine kausalen Schlüsse zu.

Quelle: https://www.nature.com/articles/s41591-023-02705-w

Die berichteten Effektstärken sind hoch, stammen aber aus einer unkontrollierten Beobachtungsstudie.

Psychologische Wirkmechanismen: Die Rolle intensiver innerer Erfahrungen

Eine ergänzende Analyse derselben Teilnehmergruppe (Journal of Affective Disorders, 2026) untersuchte, welche Faktoren mit besonders starken Verbesserungen einhergingen.

Dabei zeigte sich, dass sogenannte mystische oder transzendente Erfahrungen während der Ibogain-Sitzung signifikant mit der Reduktion von PTSD-Symptomen zusammenhingen.

Je intensiver diese Erfahrungen waren, desto stärker fiel die langfristige Symptomverbesserung aus.

Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41265656/

Diese Ergebnisse passen gut zu Erkenntnissen aus der Forschung zu Psilocybin- und MDMA-assistierter Psychotherapie, bei denen ebenfalls ein Zusammenhang zwischen subjektiver Erlebnisqualität und therapeutischem Erfolg beobachtet wird.

Ibogain bei bipolarer Depression: Ein Fallbericht

Neben größeren Kohortenstudien existieren auch klinische Einzelfallberichte, die zusätzliche Hinweise liefern.

Ein Fallbericht aus dem Brazilian Journal of Psychiatry (2022) beschreibt eine Patientin mit bipolarer Depression, die über mehrere Wochen niedrig dosiertes Ibogain (Microdosing) einnahm.

Quelle: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9375667/

Einzelfallberichte lassen keine allgemeinen Aussagen zu; sie sind Anlass für weitere Forschung, nicht für Schlüsse auf eine Wirksamkeit.

Gemeinsame Muster der Studien

Über alle nicht-suchtbezogenen Untersuchungen hinweg zeigen sich wiederkehrende Merkmale:

  • schnelle Wirkung innerhalb von Tagen bis Wochen
  • große und klinisch relevante Effektstärken
  • Verbesserungen auf mehreren Ebenen (Symptome, Funktion, Lebensqualität)
  • mögliche nachhaltige Effekte nach einmaliger Intervention

Diese Eigenschaften unterscheiden Ibogain deutlich von klassischen Psychopharmaka.

Ausblick: Die Rolle von Ibogain in der zukünftigen Psychiatrie

Die bisherige Studienlage legt nahe, dass Ibogain ein vielversprechender Forschungsansatz für psychische Erkrankungen sein könnte – insbesondere dort, wo bestehende Therapien an ihre Grenzen stoßen.

Zukünftige Forschung wird sich voraussichtlich auf folgende Punkte konzentrieren:

  • kontrollierte klinische Studien
  • standardisierte Behandlungsprotokolle
  • genauere Untersuchung der neurobiologischen Mechanismen

Mit zunehmender wissenschaftlicher Aufmerksamkeit könnte Ibogain langfristig einen festen Platz in der innovativen Psychiatrie und Traumatherapie einnehmen.

  • Cherian et al. (2024) PTSD, Depression, Angst, TBI Prospektive Beobachtungsstudie 30 Magnesium-Ibogain PTSD d=2,54; Depression d=2,80; Angst d=2,13; Suizidalität 47 %→0 % 1 Monat https://www.nature.com/articles/s41591-023-02705-w
  • Brown et al. (2026) PTSD Sekundäranalyse 30 Magnesium-Ibogain Mystische Erfahrung signifikant mit PTSD-Reduktion assoziiert 1 Monat https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41265656/
  • Fernandes-Nascimento et al. (2022) Bipolare Depression Fallbericht 1 Ibogain-Microdosing BDI −90 %, BAI −56 %, BHS −100 % 90 Tage https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9375667/

Studienlage rund um Ibogain

Ibogain ist ein Wirkstoff, der gleichzeitig fasziniert und beunruhigt: Einzelne Berichte beschreiben Veränderungen nach einer Anwendung; kontrollierte Studien, die das belegen könnten, fehlen. Gleichzeitig gibt es dokumentierte Fälle von gefährlichen Herzrhythmusstörungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme. Was sagt die wissenschaftliche Literatur wirklich – und wie ordnet man die „positiven Wirkungen“ seriös ein?

Was ist Ibogain – und warum wird es als „Anti-Sucht-Intervention“ diskutiert?

Ibogain ist ein psychoaktives Alkaloid aus Tabernanthe iboga (Westafrika). In westlichen Kontexten wurde es vor allem dadurch bekannt, dass Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen – insbesondere bei Opioiden – berichteten, nach einer Einzeldosis seien Entzug und Verlangen deutlich abgeschwächt. Die Erlebnisqualität wird häufig als „traumartig“ beschrieben, oft mit intensiver biografischer Verarbeitung.

Pharmakologisch ist Ibogain komplex: Es wirkt nicht wie klassische Substitutionsmedikamente (z. B. Methadon/Buprenorphin), sondern greift an mehreren Systemen an. Zusätzlich entsteht im Körper Noribogain, ein Metabolit mit längerer Wirkdauer, der als möglicher Bestandteil des „Nachhalleffekts“ diskutiert wird. Klinisch ist aber entscheidend: Die Substanz ist keine etablierte Standardtherapie, sondern Gegenstand von Forschung, Off-Label-/Untergrund-Anwendungen und einzelnen Programmen.

Was zeigen Humanstudien zu positiven Effekten – mit Zahlen

Die stärksten „pro-Ibogain“-Signale stammen bislang aus Beobachtungsstudien und Selbstberichten. Das ist wichtig: Diese Designs können große Effekte zeigen, sind aber anfällig für Selektionsbias, Erinnerungsverzerrungen, fehlende Kontrollgruppen und Dropouts.

1) Entzugssymptome (Opioide):

Eine häufig zitierte Observationsstudie (n=30) berichtete einen deutlichen Rückgang der Entzugsschwere innerhalb weniger Tage: Der SOWS-Score sank im Mittel von 31.0 auf 14.0 nach rund 76 Stunden (p<0.001). Außerdem gaben 50% an, im Monat nach der Behandlung keine Opioide konsumiert zu haben.

Das ist bemerkenswert – aber nicht gleichbedeutend mit „bewiesen wirksam“: Ohne randomisierte Kontrolle bleibt offen, wie viel auf Setting, Erwartung, zusätzliche Betreuung oder natürliche Entzugsdynamik zurückgeht.

2) Substanzkonsum/Abstinenz (Follow-ups):

Eine kleine neuseeländische Follow-up-Arbeit berichtet hohe Raten negativer Urinproben: 87.5% nach 3 Monaten, 85.7% nach 6 Monaten und 75% nach 12 Monaten.

Das klingt sehr stark – allerdings bei sehr kleinen Stichproben sind Prozentwerte extrem volatil. Schon wenige Personen mehr oder weniger verändern die Rate massiv.

3) Selbstberichte über langfristige Veränderung:

In einer retrospektiven Umfrage gaben 30% an, nach Ibogain nie wieder Opioide genutzt zu haben; 41% berichteten anhaltende Abstinenz über >6 Monate (selbstberichtet).

Solche Daten sind wertvoll als Hypothesengenerator („Da passiert etwas, das man kontrolliert untersuchen sollte“), aber nicht als Wirksamkeitsbeweis.

4) Stimmung/Depressivität als möglicher Co-Benefit:

In einer größeren Programmdatensammlung (Fallseriencharakter) zeigte sich im Mittel ein deutlicher Rückgang von Depressionsscores: Bei opioidabhängigen Teilnehmenden sank der BDI-Wert von 16.5 zu Beginn auf 8.9 bei Entlassung und 4.5 nach einem Monat.

Das ist klinisch relevant, weil depressive Symptome Rückfallrisiken erhöhen können. Gleichzeitig gilt: Nach Detox, sicherem Setting und Beginn von Stabilisierung sinken Depressionsscores oft auch ohne Ibogain – daher braucht es kontrollierte Designs.

Wie gut ist die Gesamtevidenz?

Eine systematische Übersichtsarbeit (24 Studien, 705 Personen Ibogain/Noribogain) fasst zusammen: Die Literatur deutet auf Entzug- und Craving-Reduktion sowie potenzielle Verbesserungen in psychischen Symptomen hin – berichtet aber auch Komplikationen.

Kurz gesagt: Signal ja, Beweis noch nicht. Genau deshalb sind registrierte klinische Studien wichtig – etwa eine Phase-1/2a-Studie zu oralem Ibogain bei Opioidentzug, die als kontrollierte Studie angelegt ist (Ergebnislage abhängig vom Abschluss).

Das zentrale Problem: Sicherheit (Herz)

Der größte wissenschaftliche und klinische Stolperstein ist die kardiale Sicherheit. Ibogain wird mit QT-Verlängerung und ventrikulären Arrhythmien in Verbindung gebracht – potenziell gefährlich. Ein NEJM-Beitrag verweist auf Berichte von Todesfällen nach Ibogain-Gebrauch (häufig mit unklarer Kausalität, aber ernstzunehmendem Signal).

Ein aktueller klinischer Review in Addiction (2026) ordnet Mechanismen und Fallberichte ein und betont, dass Ereignisse auch bei „therapeutischen“ Dosen auftreten können und interindividuelle Unterschiede (z. B. Metabolismus) relevant sind.

Auch Noribogain-Daten zeigen, dass QTc-Veränderungen dosis-/konzentrationsabhängig auftreten können (z. B. mittlere Effekte in der Größenordnung von ~16–42 ms je nach Dosisgruppe).

Das heißt: Selbst wenn Ibogain wirksam wäre, müsste es in einem medizinisch streng überwachten Rahmen eingesetzt werden – mit Screening (v. a. Herz), Monitoring, Interaktionsprüfung und Notfallbereitschaft.

Was wäre eine faire Schlussfolgerung?

Wenn du „positive Wirkungen“ suchst, findest du sie in der Literatur vor allem als:

  • schnelle Entzugslinderung (Opioide) und teils weniger Craving,
  • Substanzkonsum-Reduktion/Abstinenzsignale in kleinen Kohorten,
  • mögliche Verbesserungen von Stimmung/Well-being nach Behandlung.

Gleichzeitig ist die Evidenzbasis derzeit überwiegend nicht-randomisiert und damit anfällig für Verzerrungen. Und: Das Sicherheitsrisiko ist nicht nur theoretisch, sondern durch Fallberichte und Reviews gut dokumentiert.

Pragmatisch formuliert: Ibogain ist (Stand heute) eher ein Forschungs- und Hochrisiko-Thema als eine etablierte Therapie. Wer sich dafür interessiert, sollte den Fokus weniger auf „Wundermittel“ legen, sondern auf: kontrollierte Studien, medizinische Sicherheit, Nachsorge (Therapie, soziale Stabilisierung, Rückfallprävention) – denn selbst ein starker „Reset-Moment“ ersetzt kein langfristiges Behandlungskonzept.

  • Brown & Alper (2018) Am. J. Drug Alcohol Abuse Beobachtungsstudie 30 Opioidabhängige SOWS-Entzugsscore sank von 31.0 ± 11.6 auf 14.0 ± 9.8 nach ~76 h (p<0.001); 50 % kein Opioidkonsum in letzten 30 Tagen https://apps.legislature.ky.gov/CommitteeDocuments/366/35615/08%2027%202025%206.IbogaineMaterials1.pdf
  • Noller et al. (2018) Journal of Psychoactive Drugs Beobachtungs-Follow-up sehr klein (≈8–14) Opioidabhängige Negative Urinproben: 87.5 % (3 Mon.), 85.7 % (6 Mon.), 75 % (12 Mon.) https://www.issup.net/files/2018-06/Ibogaine%20treatment%20outcomes%20for%20opioid%20dependence%20from%20a%20twelve%20month%20follow%20up%20observational%20study.pdf
  • Davis et al. (2017) Journal of Psychedelic Studies Retrospektive Online-Befragung 88 Mehrere Substanzen (v. a. Opioide) 30 % berichteten lebenslange Abstinenz nach Ibogain; 41 % abstinent > 6 Monate (selbstberichtet) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6157925/
  • Mash et al. (2018) Frontiers in Pharmacology Open-label Fallserie 191 (Subgruppen) Opioid- & Kokainabhängige BDI-Depressionsscore (Opioid-Gruppe) sank von 16.5 (Baseline) auf 8.9 (Entlassung) und 4.5 (1 Monat) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5996271/
  • Glue et al. (2016) Clin. Pharmacol. Drug Dev. Randomisiert, doppelblind, Placebo 62 Gesunde Probanden QTc-Verlängerung konzentrationsabhängig (~16–42 ms); Trend zu geringeren Entzugsscores https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27870477/
  • Köck et al. (2022) Systematic Review Review (24 Studien) 705 Mehrere Substanzabhängigkeiten Mehrheit der Studien berichtet Reduktion von Entzug & Craving; zugleich 2 Todesfälle in eingeschlossenen Studien https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35012793/
  • ClinicalTrials.gov (NCT05029401) Phase 1/2a Studie Randomisiert, Placebo-kontrolliert (teilweise) geplant ~40 Opioidentzug Prüfung von Sicherheit & Wirksamkeit (keine Ergebnisse veröffentlicht) https://clinicaltrials.gov/study/NCT05029401

Welche Iboga Behandlung ist für mich geeignet?

Wie finde ich die geeignete Iboga Behandlung für mich? Was sollte ich beachten?

Immer mehr Anbieter von Iboga Behandlungen drängen auf den Markt, die Preise sind sehr unterschlich und können erst einmal verwirren. Warum du nicht dem erstbesten Anbieter dein Vertrauen schenken solltest, erkläre ich in dieser Ausarbeitung.
Als ersten Schritt solltest du dir überlegen was du eigentlich erreichen möchtest. Möchtest du mit einer kleinen Dosierung die ersten Erfahrungen machen? Dann bist du bei der Wurzelrinde genau richtig. Oder strebst du eine tiefgreifende Veränderung in deinem Leben an? Hierbei bräuchtest du eine höhere Dosierung idealerweise mit TA und HCL.
Möchtest du jemanden der in einer Iboga Behandlung nur deine Reise überwacht den sogenannten Trip Sitter oder möchtest du zusätzlich Begleitung durch einen ausgebildeten Therapeuten, der dich vor und nach dem Prozess weiter unterstützt?
Die unterschiedlichen Vorgehensweisen, die Art der Substanz bestimmen natürlich ebenso den Preis.

Welche wichtigen Fragen sollte ich mir hierzu stellen?

• Wieviel Erfahrung mit der Substanz bringt der Anbieter mit?
• Mit welcher Substanz wird gearbeitet (Wurzelrinde, TA oder HCL)?
• Wie ist der Ablauf der Reise?
• Woher kommt die Substanz (nachhaltiger Anbau)?
• Ist sie sauber und getestet (Labor Bericht)?
• Wie beschreibt der Anbieter seine Rolle – begleitet er den Prozess offen, oder stellt er Behandlung und Heilung in Aussicht?
• Gibt es einen Gesundheitscheck mit EKG und Blutbild?
• Findet die Arbeit in der Gruppe oder Einzeln statt?
• Wird dein Prozess auch nach der Flood weiter betreut?
• Wieviel Personen begleiten den Prozess sodass sich die Personen abwechseln können (der Prozess geht über 36 Stunden indem immer jemand wach anwesend sein sollte)?
• Habe ich Vertrauen zu der Person, die mich begleitet (Set & Setting)!?

Dies soll jetzt erst einmal eine wichtige Auswahl an Fragen zu deiner Iboga Behandlung darstellen. Bestimmt fällt dir hierzu noch die ein oder andere persönlich Frage ein. Scheue dich nicht sie zu stellen! Letztendlich sollte nicht der Preis das ausschlagende Argument sein, sondern das was du erreichen möchtest!

 

 

Gibt es Ausschlusskriterien für eine Iboga Reise?

Ist ein Iboga Flood oder Reise sicher? Wie sieht es mit Ausschlusskriterien und Risikofaktoren aus?

Eine Iboga Reise ist richtig angewandt sehr sicher. Entscheidend hierfür ist die genaue Dosierung, das Set und Setting sowohl die Einhaltung der Vorbereitung für die Reise. Natürlich spielen auch das Alter und der Gesundheitszustand eine entscheidende Rolle!
Tatsächlich gibt es auch körperliche wie psychische Ausschlusskriterien, die berücksichtigt werden müssen! Hierbei unterscheidet man zwischen absoluten Ausschlusskriterien und Risikofaktoren. Bei Risikofaktoren steigt das Risiko gefährlicher Nebenwirkungen.

Welche Vorsorgemaßnahmen sollten beachtet werden?

Durch ein großes Blutbild und ein Ruhe-EKG lassen sich die Risiken mindern. Falls beim EKG-Unregelmäßigkeiten auftauchen oder die Blutwerte außerhalb der Norm liegen, wird meist von einer Initiation abgeraten.
Bei einer bestehenden Herzerkrankung oder Einnahme bestimmter Medikamente wie Antidepressiva oder Antipsychotika steigt das Risiko von Nebenwirkungen. https://en.wikipedia.org/wiki/Ibogaine
Dies kann zu einer Überdosierung von Opiaten (infolge einer Steigerung der Opioid-Signalübertragung) oder zum Serotonin-Syndrom (infolge der erhöhten Serotoninaufnahme) führen.
Wie bereits beschrieben müssen diese Medikamente rechtzeitig vor einer Iboga Flood ausgeschlichen werden (siehe Vorbereitungen für eine Iboga Reise in hoher Dosierung).
Das Thema Iboga Flood, Ausschlusskriterien und Risikofaktoren ist sehr komplex und natürlich individuell verschieden.
Gerne nehme ich mir die Zeit, um dir ganz individuell weitere Informationen hierzu zu geben. Schreibe mir eine mail mail@anja-honig.de
Unter keinen Umständen sollte eine Iboga Flooddose allein zu Hause durchgeführt werden! Es sollte eine qualifizierte Aufsichtsperson dabei sein.

 

Wie wird Iboga in spirituellen Zeremonien in Afrika verwendet?

Was ist der spirituelle Hintergrund der Pflanzenmedizin?

Iboga ist eine Pflanze aus der Familie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse), die in Afrika heimisch ist. Die Wurzelrinde enthält Alkaloide wie Ibogain und Ibogamin, die eine psychoaktive Wirkung haben. Iboga wird traditionell von der Bwiti-Religion in Gabun als heiliges Sakrament verwendet. Einen wichtigen Platz findet Iboga ebenfalls in spirituellen Zeremonien sowie Übergangsriten.

Die zeitlichen Ursprünge

Die zeitlichen Ursprünge finden wir in dem kleinwüchsigen Volk der Pygmäen. Diese gaben ihr Wissen um den „Strauch der Erkenntnis“ an den westafrikanischen Stamm der Fang weiter. Die Fang, deren Gott Bwiti ist, sehen im Iboga Strauch den „Baum der Erkenntnis“ ähnlich wie in der Bibel im Alten Testament beschrieben. Der Bwiti-Kult um den Pflanzengeist Iboga war geboren. Tatsächlich gibt es viele unterschiedliche Geschichten wie Iboga zur Menschheit kam.

Initiationsritual 

Die Iboga Wurzel findet auch heute noch ihren festen Platz in einem Initiationsritual, wo hohe Dosen direkt in Pulverform verabreicht werden. Daniel Pinchbeck beschreibt seine Erfahrungen in seinem Buch „Den Kopf aufbrechen“ aus dem Jahre 2003 auf Seite 15:
„Die pulverisierte Rinde entlässt die Seele für eine Zeit aus dem Körper und ermöglicht so den Initianten das Eintreten in den spirituellen Kosmos Afrikas, wo ihm der Grundplan seines Schicksals gezeigt wird.

Ahnenmedizin

In der Bwiti-Tradition dienen Zeremonien der Verbindung zu den Ahnen und der Suche nach Orientierung. Probleme des Einzelnen werden nach dem afrikanischen Glauben immer auch als Probleme der gesamten Gesellschaft gesehen. Alles ist miteinander verwoben und beeinflusst sich gegenseitig. In diesen Zeremonien wird Iboga hauptsächlich als mögliches Mittel zur Erweiterung des Bewusstseins und zur Förderung spiritueller Erfahrungen verwendet.

Anwendungen in Deutschland

Initiationsrituale sind bei uns im Westen eher in Vergessenheit geraten. Übergangsriten wie Geburt, Hochzeit und Tod finden wir noch immer in unserer westlichen Religion. Ein Übergang findet immer dann statt wenn ein Lebensabschnitt zu Ende geht und ein neuer entsteht. Die Wirkungen von Ibogain sind vielfältig und können sowohl physischer als auch psychischer Natur sein. Einer der bekanntesten Effekte ist das tiefe Bewusstseinserlebnis oder die Visionen, die während einer Iboga Zeremonie auftreten können. Viele beschreiben, dass ihnen die Erfahrung in Übergangsphasen Orientierung gegeben hat. Von daher ist Iboga auch für die Anwendung im Westen bestens geeignet.

 

Wie wird Ibogain in der modernen Medizin eingesetzt?

Gibt es möglicherweise auch andere Einsatzgebiete abgesehen von Süchten?

Iboga ist eine Pflanze, die in Westafrika heimisch ist und deren Wurzelrinde seit Jahrhunderten von den Einheimischen für verschiedene Zwecke verwendet wird. Ibogain ist Gegenstand von Forschung im Kontext von Abhängigkeitserkrankungen; es ist kein zugelassenes Arzneimittel. Zu psychischen Erkrankungen laufen erste Forschungsarbeiten; belastbare Ergebnisse stehen aus.

Ibogain und Parkinson

GDNF ist ein Nervenwachstumsfaktor, der in der Forschung untersucht wird. Aussagen zu einem Nutzen bei Parkinson lassen sich daraus nach heutigem Forschungsstand nicht ableiten. https://roothealing.com/iboga/ibogaine-treatment-of-parkinsons-and-autoimmune-diseases/

Ibogain und Krebs

Ibogain ist einer der äußerst seltenen natürlich vorkommenden Sigma-2-Agonisten mit sehr hoher Bindungsfreudigkeit zum Sigma-2-Rezeptor. Krebszellen haben ein stark erhöhtes Aufkommen von Sigma-2-Rezeptoren.
In Deutschland ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Auslöser für Krebs sind oft erhöhter Alkoholkonsum, Tabakrauch, eine ungesunde Lebensweise, falsche Ernährung usw.
Viele Iboga Reisende fangen nach ihrer Initiation ihre Lebensgewohnheiten zu verändern und zu verbessern. Sie optimieren ihre Ernährung, machen vermehrt Sport, meditieren und verabschieden sich von schlechten Gewohnheiten und emotionalen Ballast, sie erreichen einen inneren Frieden mit ihrer Lebensgeschichte.
Viele beschreiben, dass sie nach der Erfahrung bewusster leben.