Vata das Bewegungsprinzip des menschlichen Organismus
Dominiert wird es von den Elementen Luft und Raum (Äther). Vatas Eigenschaften sind leicht, trocken, kalt, fein, rau, nicht schleimig und beweglich.
Herrscht das Vata im Körper vor, so ist die Haut trocken, rissig und rau, die Hände sind häufig kalt, der Stoffwechsel und die Sprechweise schnell und die Haare fein. Auf der psychischen Ebene können wir Vata ebenfalls durch eine feine Wahrnehmung sowie schnelle sprunghafte Gedankenabfolge erleben.
Wichtige Funktionen von Vata:
Bewegung, setzt Aktivitäten in Gang, regt das Verdauungsfeuer (Agni) an, Ausscheidung (Vata hat seinen Hauptsitz im Bereich des Dickdarms), Embryo
Entwicklung, verantwortlich für alle Sinneswahrnehmungen, Sprechen.
Vata das labilste Dosha
Im Ayurveda wird Vata als das labilste Dosha angesehen. Da es sich aus den Elementen Luft und Äther (Raum) zusammensetzt, empfinden Menschen mit viel Vata oft das Gefühl der Leere. Eine Vata Konstitution hat die Tendenz sich Sorgen zu machen. Innere Unsicherheiten lassen sie innerlich und äußerlich ins Wanken geraten. Der Körper reagiert äußerst sensibel auf alle belastenden Veränderungen, wie zum Beispiel Wetterwechsel, Ortswechsel oder Stress. Verstopfung, Schlafstörungen und vegetative Beschwerden können die Folge davon sein.
Für eine Vata-Konstitution ist es eine große und schwierige Aufgabe angefangene Dinge fertigzustellen, sie entwickeln fortwährend neue Ideen und Visionen. Oft warten sie, bis ein unabwendbarer Termindruck entsteht, bevor sie mit einem Auftrag beginnen oder ihn fertigstellen.
Die Lust etwas verändern zu wollen, unerforschte Wege zu gehen und dem Leben einen neuen Sinn zu verleihen, entstehen durch die aktive und positive Vata-Kraft.
Ist diese Energie jedoch negativ gepolt, so stehen Unzufriedenheit, Hoffnungslosigkeit und mangelnder Mut einen Neubeginn im Weg.
Ist das Vata hoch, so sind wir immer auf der Suche, verlieren leicht das Ziel aus den Augen und können uns oft nicht entscheiden, welcher Weg der optimale ist.
Vata ist das Bewegungsprinzip, stressbedingte Störungen und
psychosomatische Erkrankungen sind häufig die Folgen eines Überschusses an Vata.
Die Haupteigenschaften von Vata
Hierzu zählen:
– Geringes Gewicht und leichter Körperbau
– Tendenz zur trockenen Haut
– Neigung zu Verstopfung
– Tendenz zu Blähungen
– Leichter und unterbrochener Schlaf
– Abneigung gegen kaltes, windiges Wetter
– Große Begeisterungsfähigkeit
– Sehr schnelle Auffassungsgabe, schnelles Vergessen
– Äußerst kreativ
– Schnelles Handeln
– Tendenz, sich Sorgen zu machen
Vata in Harmonie
Um das Vata in Harmonie zu bringen oder zu erhalten, sind ein regelmäßiger Tagesrhythmus mit abwechslungsreichen Tätigkeiten und Inhalten, eine intellektuelle Auseinandersetzung mit Geisteswissenschaften, kreative Tätigkeiten und entspannte, meditative Bewegungsformen (wie Yoga, Tai-Chi, Spazierengehen usw.) sehr zu empfehlen.
Warme saftige Speisen, beruhigende Kräutertees mit Melisse, Fenchel, Baldrian und Johanniskraut sind ebenso unterstützend wie die Gewürze Safran, Muskat, Zimt und Bockshornklee.