Dez. 19, 2023 | Ayurveda
Vata das Bewegungsprinzip des menschlichen Organismus
Dominiert wird es von den Elementen Luft und Raum (Äther). Vatas Eigenschaften sind leicht, trocken, kalt, fein, rau, nicht schleimig und beweglich.
Herrscht das Vata im Körper vor, so ist die Haut trocken, rissig und rau, die Hände sind häufig kalt, der Stoffwechsel und die Sprechweise schnell und die Haare fein. Auf der psychischen Ebene können wir Vata ebenfalls durch eine feine Wahrnehmung sowie schnelle sprunghafte Gedankenabfolge erleben.
Wichtige Funktionen von Vata:
Bewegung, setzt Aktivitäten in Gang, regt das Verdauungsfeuer (Agni) an, Ausscheidung (Vata hat seinen Hauptsitz im Bereich des Dickdarms), Embryo
Entwicklung, verantwortlich für alle Sinneswahrnehmungen, Sprechen.
Vata das labilste Dosha
Im Ayurveda wird Vata als das labilste Dosha angesehen. Da es sich aus den Elementen Luft und Äther (Raum) zusammensetzt, empfinden Menschen mit viel Vata oft das Gefühl der Leere. Eine Vata Konstitution hat die Tendenz sich Sorgen zu machen. Innere Unsicherheiten lassen sie innerlich und äußerlich ins Wanken geraten. Der Körper reagiert äußerst sensibel auf alle belastenden Veränderungen, wie zum Beispiel Wetterwechsel, Ortswechsel oder Stress. Verstopfung, Schlafstörungen und vegetative Beschwerden können die Folge davon sein.
Für eine Vata-Konstitution ist es eine große und schwierige Aufgabe angefangene Dinge fertigzustellen, sie entwickeln fortwährend neue Ideen und Visionen. Oft warten sie, bis ein unabwendbarer Termindruck entsteht, bevor sie mit einem Auftrag beginnen oder ihn fertigstellen.
Die Lust etwas verändern zu wollen, unerforschte Wege zu gehen und dem Leben einen neuen Sinn zu verleihen, entstehen durch die aktive und positive Vata-Kraft.
Ist diese Energie jedoch negativ gepolt, so stehen Unzufriedenheit, Hoffnungslosigkeit und mangelnder Mut einen Neubeginn im Weg.
Ist das Vata hoch, so sind wir immer auf der Suche, verlieren leicht das Ziel aus den Augen und können uns oft nicht entscheiden, welcher Weg der optimale ist.
Vata ist das Bewegungsprinzip, stressbedingte Störungen und
psychosomatische Erkrankungen sind häufig die Folgen eines Überschusses an Vata.
Die Haupteigenschaften von Vata
Hierzu zählen:
– Geringes Gewicht und leichter Körperbau
– Tendenz zur trockenen Haut
– Neigung zu Verstopfung
– Tendenz zu Blähungen
– Leichter und unterbrochener Schlaf
– Abneigung gegen kaltes, windiges Wetter
– Große Begeisterungsfähigkeit
– Sehr schnelle Auffassungsgabe, schnelles Vergessen
– Äußerst kreativ
– Schnelles Handeln
– Tendenz, sich Sorgen zu machen
Vata in Harmonie
Um das Vata in Harmonie zu bringen oder zu erhalten, sind ein regelmäßiger Tagesrhythmus mit abwechslungsreichen Tätigkeiten und Inhalten, eine intellektuelle Auseinandersetzung mit Geisteswissenschaften, kreative Tätigkeiten und entspannte, meditative Bewegungsformen (wie Yoga, Tai-Chi, Spazierengehen usw.) sehr zu empfehlen.
Warme saftige Speisen, beruhigende Kräutertees mit Melisse, Fenchel, Baldrian und Johanniskraut sind ebenso unterstützend wie die Gewürze Safran, Muskat, Zimt und Bockshornklee.
Dez. 19, 2023 | Ayurveda
Um die Konstitution und deren Abweichung zu benennen, bedient sich Ayurveda des Konzeptes der Doshas, diese könnte man auch als Bioenergien auf der grobstofflichen und feinstofflichen Ebene bezeichnen. Für unser Verständnis ist es wichtig zu wissen, dass diese Kräfte weder sichtbar noch mit unseren Sinnen erfassbar sind.
Doshas sind individuell verschieden
In jedem Menschen wirkt nun eine bestimmte Konstellation der Doshas, welche seine persönlichen Eigenarten, sein Aussehen und die persönlichen Neigungen, Abneigungen sowie Krankheitsanfälligkeiten prägen. Die Konstitution ist unser angeborene individuelle Neigung von Reaktions- und Erkrankungsmustern (Prakriti). Eines der elementaren Ziele des Ayurveda ist es, im Einklang mit der eigenen Konstitution zu leben.
Hierin liegt der Schlüssel für ein langes, gesundes und erfülltes Leben.
Wir sind individuell verschieden
Die wenigsten Menschen lassen sich einem eindeutigen Konstitutionstyp zuordnen, sondern sind eine faszinierende Mischung aus Vata, Pitta und Kapha. Die sogenannten Mischtypen passen zwar nicht in die üblichen (teils etwas zweifelhaften) Konstitutionsbestimmungs-Frage-Bögen hinein, erfreuen sich aber einer sehr vielseitigen Persönlichkeitsstruktur auf körperlicher und geistiger Ebene. Wichtig an dieser Stelle ist die Tatsache, dass im Ayurveda die Bestimmung der Konstitution weder in schlechte noch gute Qualitäten eingestuft wird, sondern neutral bewertet wird. Jeder Konstitutionstyp hat seine Stärken und Schwächen. Das Wissen um die positiven und negativen Kräfte in uns dient vielmehr die Zusammenhänge besser zu erkennen.
Dez. 19, 2023 | Ayurveda
Ganzheitliches Gesundheitssystem
Ayurveda ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem das Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet, es ist eine jahrtausendalte Heilkunst deren Ursprung wir in der altindischen vedischen Hochkultur finden. Übersetzt bedeutet Ayurveda das „Wissen vom langen Leben“, dies berücksichtigt alle Lebensbereiche und deren harmonisches Zusammenspiel, denn alles ist mit allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Nur wenn Körper, Geist und Seele im Einklang sind, ist vollkommene Gesundheit möglich.
Umfassende Lebenslehre
Ayurveda ist eine umfassende Lebenslehre, die sich nicht nur mit der menschlichen Gesundheit, sondern auch mit der Beziehung zum Höheren, zum Kosmos, beschäftigt. Dies erklärt warum Ayurveda, Yoga und Meditation oft Hand in Hand gehen. Von der WHO wird Ayurveda als traditionelle Medizin mittlerweile anerkannt.
Doshas
Alle körperlichen und seelisch-geistigen Funktionen werden im Ayurveda von drei Grundkräften gesteuert, den Doshas. Das Gleichgewicht dieser Energien ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung der Gesundheit. Nach Auffassung der indischen Philosophie sind die Tridoshas Vata, Pitta und Kapha aus den fünf Grundelementen Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde entstanden. Diese Grundelemente sind die Basis des gesamten Universums. Nach ayurvedischer Sicht ist der Mensch ein Abbild des Universums, ein kleiner Mikrokosmos im Vergleich zum großen Makrokosmos.
Störungen
Zur Störung des Gleichgewichts kommt es, wenn der Mensch dauerhaft gegen seine individuelle Natur handelt. Dies können ungesunde Ernährung, falsche Lebens- und Verhaltensgewohnheiten, negative Gefühls- und Denkmuster, Stress usw. sein. Ist der Organismus nicht in der Lage, die Balance wieder herzustellen, und dauert die Disharmonie an, so entstehen allmählich gesundheitliche Störungen. Der Mensch wird krank. Ein dauerhaftes Ungleichgewicht der Doshas führt zu schädlichen Ablagerungen von „Ama“ (Giftstoffe, Schlacken). Durch das Ausscheiden von „Ama“ (Entgiftungs- Entschlackungskuren) wird versucht das ursprüngliche Gleichgewicht wiederherzustellen.
Ziel des Ayurveda
Ziel des Ayurveda ist es ein eventuelles Ungleichgewicht dieser Lebensenergien, die in uns allen wirksam sind, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wichtig zu wissen ist, dass man die Doshas nicht sehen oder mit anderen Sinnen erfassen kann. Sie gehören in den feinstofflichen Bereich. Im Ayurveda sind diese unsichtbaren Lebensenergien sehr konkret. Mehr oder weniger wirkt jedes Dosha in allen Körperzellen, Geweben und Organen, sowie natürlich auch im seelisch-geistigen Bereich.